Der Chytridpilz

(Batrachochytrium dendrobatidis)

Der Chytridpilz oder auch BD genannt unter Aquarianern ist für Axolotl der Feind schlechthin. Schon beim Kauf der Axolotl sollte dir diese Abkürzung über den Weg laufen. Dazu erfährst du aber unter dem Writer “Haltung” mehr. Hier möchte ich mehr auf den Erreger eingehen, damit du verstehen kannst, worum es sich dabei eigentlich handelt und damit du den Pilz erkennst.

Der Pilz wird von den meisten Axolotl Besitzern schnell erkannt und er lässt sich einigermaßen gut behandeln. Jedoch ist der Prozess danach sehr langwierig und anstrengend. Unter dem Writer “Krankheiten” erfährst du dazu mehr.

BD ist einer der verantwortlichen Erreger, der für das Amphibiensterben verantwortlich ist. In den letzten drei Jahrzehnten sind somit allein 34 Lurch-Arten ausgerottet worden und weitere 130 Arten gelten als verschollen. Die Hauptrolle für das Artensterben stellt immer noch die Abholzung der Wälder dar. Seit dem Jahr 2000 ist BD allerdings ein unerwarteter Mitspieler, der erst 1998 erst entdeckt wurde.

 

Kommen wir nun zum biologischen.

Es ist hier leider so, dass dieser Pilz gerne auf der Haut siedelt und auch Tiere befällt, die kerngesund sind. Da Axolotl nur aus Schleimhäuten bestehen, kann er hier besonders schnell und effizient ansiedeln. Die Sporen dieses Pilzes sind im Wasser 24 Stunden lebensfähig und stecken somit auch schnell andere Tiere an.

Der Grund warum die Tiere durch diesen Pilz sterben, ist noch nicht ganz geklärt. Man vermutet aber, dass es sich hier um viele Einzelfaktoren handelt, die dazu beitragen. Beispielsweise ist der Wasser- und Elektrolythaushalt der Tiere bei einem Befall stark beeinträchtigt. Des Weiteren stört der Befall auch weiterhin die Hautbarriere, wodurch andere Bakterien in den Organismus eindringen können und das Tier immer weiter schwächen.

Zu beachten ist, dass der Pilz gerne dort siedelt, wo Keratin vorhanden ist (also das was in Haaren, Nägeln ist). Bei Axolotln beschränkt sich dieser Teil am Anfang auf den Mund, die Kloake, Füße und der Bereich hinter den Kiemenästen. Mit der Zeit wird sich der Pilz aber immer weiter ausbreiten, dann ist es meist zu spät für das Tier.

Anbei kannst du nun einen Hautausschnitt eines Frosches erkennen, darauf sieht man die Sporangien mit den Sporen.

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Montmorillonit (Monte)